Woher kommen Maulbeeren?

Ursprünglich gab es in der Natur 12 verschiedene Arten von Maulbeeren. Sie waren damals fast überall auf der Nordhalbkugel zu finden. Lediglich in Europa kamen überhaupt keine Maulbeeren vor. Im Laufe der Zeit änderte sich das jedoch.

Maulbeeren gab es früher fast ausschließlich auf der Nordhalbkugel

Zunächst waren Maulbeeren nur in nördlichen und kühleren Gebieten verbreitet. Das blieb allerdings nicht lange so; denn die Maulbeeren wurden schon in der alten Römerzeit ganz bewusst in wärmere Regionen gebracht.

Nach einiger Zeit stellten die Römer fest, dass Maulbeeren insbesondere in jenen Gebieten gut wachsen und gedeihen, wo es auch eine reiche Weinernte gibt. Das trifft bekanntlich hauptsächlich auf sonnige und wärmere Regionen zu. Nicht umsonst galt die Maulbeere bei den Griechen früher als Symbol für Klugheit, denn sie zeigt ihre Knospen erst, wenn keine Gefahr mehr für Spätfröste besteht.

Erst im Laufe des 12. Jahrhunderts sind Maulbeeren auch nach Europa eingeführt worden. Heute kommen sie vor allem in Südeuropa vor, wo man sie bewusst anbaut, um ihre Früchte zu verkaufen.

Es gibt Herkunftsunterschiede zwischen den Weißen, den Schwarzen und den Roten Maulbeeren

Prinzipiell weisen alle Maulbeeren-Arten grundsätzliche Gemeinsamkeiten auf. Sie unterscheiden sich aber teilweise in ihrem äußeren Erscheinungsbild erheblich. Die bekanntesten Arten der Maulbeere sind:

  • Weiße Maulbeere
  • Schwarze Maulbeere
  • Rote Maulbeere

Experten nehmen an, dass die Rote Maulbeere zuerst in Nordafrika und Nordamerika zu finden war. Die Schwarze und die Weiße Maulbeere hingegen stammen ursprünglich mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Asien. Insbesondere in Ost-China ist die Weiße Maulbeere beheimatet. Ihr Laub wurde früher als Futter bei der Zucht von Seidenraupen verwendet.