Aroniabeeren im Überblick

Aroniabeeren, auch Apfelbeeren genannt, sehen aus wie Heidelbeeren, ihr Geschmack ist im Gegensatz dazu aber herb und säuerlich. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika. Dort kannten bereits die Ureinwohner ihre gesundheitlichen Vorteile. Vor etwa einhundert Jahren kam die Aroniapflanze zunächst in die Sowjetunion und später auch in unsere Breiten.
Aroniabeeren werden in Russland bereits seit mehr als 50 Jahren in der Medizin eingesetzt. Dank ihrer vielen sekundären Pflanzenstoffe waren und sind Aroniabeeren für die medizinische Forschung äußerst interessant.

Aroniabeeren liefern viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe

Neben der kompletten Gruppe der B-Vitamine enthalten Aroniabeeren Vitamine A, C, E und K. Daneben sind aber auch ansehnliche Mengen an Mineralien und Spurenelementen enthalten wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen und Zink.
Besonders interessant an den Aroniabeeren ist der hohe Anteil an Polyphenolen. Das sind besonders wertvolle Antioxidantien, denen besonders viele gesundheitsfördernde Wirkungen zugesprochen werden.

Aroniabeeren sind reich an Flavonoiden

Flavonoide sind eine Untergruppe der Polyphenole. Polyphenole gehören zu den Phytaminen. Dabei handelt es sich um Pflanzenstoffe, die für unsere Gesundheit ähnlich bedeutsam sind wie die Vitamine. Polyphenole prägen die Farbe, den Geruch und den Geschmack von Obst und Gemüse. Diese sekundären Pflanzenstoffe verleihen den Pflanzen nicht nur ihre Farbe, sondern schützen sie auch vor schädlichen Umwelteinflüssen. Ihre Hauptvertreter sind Phenolsäuren und Flavonoide, Cumarine und Lignane.

Flavonoide schützen die Pflanzen vor Fressfeinden, bewahren sie vor Krankheiten, verhindern eine übermäßige Sonnenlichteinstrahlung und schützen die Pflanze vor Strahlenbelastung. Flavonoide finden wir vorwiegend in den äußeren Randschichten der Pflanzen, so wie alle anderen Polyphenole auch.

Flavonoide schützen nicht nur Pflanzen, sondern auch uns Menschen

Für uns Menschen haben Flavonoide eine ähnliche Schutzwirkung wie für die Pflanzen. Sie zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie unsere Körperzellen vor oxidativen Schäden bewahren, die durch freie Radikale ausgelöst werden. Am Beispiel eines Apfels kann jeder diese Schutzwirkung erkennen. Schneidet man ihn auf, wird die Schnittfläche innerhalb kurzer Zeit braun. Mit Zitronensaft lässt sich diese Oxidation verhindern, der Apfel behält hier seine ursprüngliche Farbe. Zitronensaft ist ein sehr wirkungsvolles Antioxidans.
Flavonoide halten die Gefäße gesund und können den Blutfluss verbessern. Einige Flavonoide haben darüber hinaus eine antiallergische, antivirale, antimikrobielle sowie antikanzerogene Wirkung.

Aroniabeeren sind besonders reich an Anthocyanen

Anthocyane werden als Untergruppe den Flavonoiden zugeordnet. Sie kommen in blauen, blauschwarzen, violetten und roten Gemüsearten und Früchten vor und gehören zu den kraftvollsten Antioxidantien der Natur. Sie schützen unsere Zellen vor Alterung und Entartung. Zu den in Aroniabeeren enthaltenen Anthocyanen gehört auch das bekannte OPC (Oligomere Procyanidine). Es verstärkt die Wirkung anderer antioxidativ wirkender Vitamine (A, C und E) um ein Vielfaches.

Ohne Antioxidantien ist Gesundheit nicht möglich

Wir brauchen Antioxidantien, um die unsere Zellen schädigenden Einflüsse durch freie Radikale auszugleichen. Freie Radikale entstehen nicht allein bei den verschiedensten Stoffwechselprozessen. Noch viel gefährlicher sind äußere Einflüsse, denen wir uns nicht entziehen können, wie etwa Stress, Sonneneinstrahlung, Umweltgifte, Medikamente.
Freie Radikale greifen jede Körperzelle an und machen selbst vor dem Zellkern, in dem sich das sensible Erbgut befindet, nicht halt. Sie zählen zu den schlimmsten Feinden des menschlichen Körpers und sind für die Entstehung vieler Krankheiten mit verantwortlich.

Antioxidantien schützen uns gegen freie Radikale. Sie können sie unschädlich machen und so die zerstörerischen oxidativen Prozesse unterbinden. Unser Körper kann selbst Antioxidantien herstellen, vorausgesetzt, er verfügt über die dazu nötigen Mikronährstoffe wie Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien und Spurenelemente. Stehen ihm diese nicht zur Verfügung, ist er der Flut der heutzutage auf ihn einwirkenden freien Radikale nicht mehr gewachsen.

Aus diesem Grund müssen wir viele Antioxidantien über unsere tägliche Ernährung zu uns nehmen. Zu den reich mit Antioxidantien ausgestatteten Lebensmitteln zählen Früchte, Beeren, Gemüse, Salate, Kräuter, Wildpflanzen, Sprossen, Ölsaaten, Nüsse sowie naturbelassene Öle und Fette.

Die antioxidative Kraft der Aroniabeeren für Ihre Gesundheit

Die medizinische Forschung zeigt großes Interesse an der gesundheitsfördernden Kraft der Aroniabeeren. Hier einige Ergebnisse von entsprechenden Studien:
Aronia hemmt Darmkrebs

Im Jahr 2004 wurde eine Studie veröffentlicht, die sich mit der Wirkung von drei verschiedenen Fruchtextrakten aus Blaubeeren, blauen Trauben und Aronia auf Dickdarmkrebszellen befasst hat. In dieser Studie wurde über einen Zeitraum von 72 Stunden die Reaktion sowohl der betroffenen Krebszellen als auch die der gesunden Darmzellen gemessen.
Das Ergebnis war, dass alle drei Extrakte das Wachstum der Krebszellen hemmten. Wobei der Aronia-Extrakt die stärkste Wirkung zeigte. Mit ihm konnte das Zellwachstum bereits nach 48 Stunden um 50 Prozent reduziert werden.

In dieser Studie wurde ferner festgestellt, dass Aroni-Extrakt ein die Tumorbildung verstärkendes Enzym (COX2) in seiner Aktivität hemmen kann.
Das Ergebnis einer weiteren in-vitro Studie zeigte, dass die ernährungsübliche Einnahmemenge von Aroniaextrakt ein Eiweiß (CEAMCAM1) aktiviert, welches die Tumorbildung unterdrückt.

Aroniabeeren helfen darüber hinaus bei vielerlei Beschwerden

Aronia stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte, schützt vor Umwelteinflüssen, radioaktiven Strahlen und vor den negativen Auswirkungen von Zytostatika.
Aronia schützt Herz und Kreislauf, den Magen und die Leber.
Aronia wirkt antibakteriell, antiviral und entzündungshemmend.

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