Sind Aroniabeeren Dickmacher?

Aroniabeeren sind nicht nur ausgesprochen gesund, sondern können sogar die Gewichtsabnahme wirkungsvoll unterstützen. Wer eine kalorienreduzierte Diät macht, verhindert durch den Verzehr der kleinen dunkelblauen Apfelbeeren Mangelerscheinungen und nutzt ihre vielseitigen gesundheitsfördernden Qualitäten.

Beeren-Fans sind jedoch mit frischen Aronia-Früchten besser bedient, da sie weniger Kalorien als Aronia-Trockenfrüchte haben. Allerdings sind frische Früchte auch etwas säuerlicher als diese. Wer zu den süßeren getrockneten Beeren greift und damit einmal über die Stränge schlägt, muss bei anderen Nahrungsmitteln dementsprechend Kalorien einsparen.

Aroniabeeren fördern die Gesundheit

Der Aronia-Strauch stammt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas. Heute findet man ihn weltweit. In Deutschland sind die Gewächse mit den roten oder blauschwarzen, 8 bis 12 mm großen Beerenfrüchten jedoch nahezu unbekannt. Die dunkelblauen Beeren haben wegen ihres höheren Gehaltes an Pflanzenfarbstoffen (Anthocyanen) eine noch stärkere Wirkung auf die menschliche Gesundheit als die roten Sorten.

Vor allem in den osteuropäischen Ländern gilt der Aronia-Strauch schon seit vielen Jahrzehnten als anerkanntes Heilmittel. Er wird vor allem wegen seines hohen Gehaltes an Antioxidantien (ORAC-Wert: 16.000) verwendet.

Wer eine Reduktionsdiät macht, bemerkt häufig schon nach einigen Wochen, dass er sich ständig müde und schlapp fühlt. Zumeist gesellt sich eine gewisse Reizbarkeit hinzu, weil der Magen nur unzureichend gefüllt ist. Kopfschmerzen stellen sich oft ebenfalls ein. Die verringerte Nahrungszufuhr bringt eine Unterversorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen mit sich. Um das zu verhindern, sollte man seine Reduktionsdiät mit einer ausreichenden Portion Aroniabeeren oder anderen gesunden Aronia-Produkten ergänzen.

Der hohe Anteil an sekundären Pflanzenstoffen (Polyphenolen, Flavonoiden, Phenolsäuren, Anthocyanen etc.) und Vitaminen in der Aronia-Frucht kann trotz verringerter Nahrungszufuhr:

  • das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zu bekommen und daran zu versterben um etwa 50 % senken. Die bioaktiven Substanzen schützen vor Herzinfarkt, verringern das Thrombose-Risiko und bieten einen guten Schutz vor Herzinfarkt und Arteriosklerose. Dank ihrer gefäßentspannenden Wirkstoffe können sie sogar erhöhten Blutdruck senken.
  • die Oxidation des „schlechten“ LDL-Cholesterins verhindern und zugleich das Verhältnis von LDL- zu HDL-Cholesterin verbessern. So kann man sich trotz Reduktionsdiät vor der Ablagerung schädlicher Cholesterin-Plaques auf den Innenwänden der Blutgefäße schützen.
  • die Bildung von Entzündungen verursachenden Enzymen wie Lipoxygenase, Cyclooxigenase und Phospholipase A2 im Körper blockieren. Inflammatorische Prozesse innerhalb der Gelenke werden aufgehalten, Arthritis und Arthrose gehemmt.
  • optimalen Zellschutz gewährleisten. Dank der hohen Konzentration an oligomeren Pro-Anthocyanidinen (OPCs) werden von freien Radikalen beschädigte Zellen repariert. Die Flavonoide und Vitamine (Beta-Carotin, Vitamin B-Gruppe, C, E, Folsäure und K) sind imstande, Infektionen vorzubeugen oder einzudämmen. Sie bewahren vor Influenza Typ A und Erkältungskrankheiten.

 

Mit Aroniabeeren abnehmen

Frisch gepflückte Aroniabeeren eignen sich wegen ihres niedrigeren Kaloriengehaltes – 100 Gramm haben nur 47 kcal – besser zum Abnehmen als getrocknete Beeren. Sie kommen immerhin auf 250 kcal pro 100 g Trockenfrüchte. Dafür haben sie jedoch auch einen etwas lieblicheren Geschmack.

Die Trockenfrüchte sind trotz ihres höheren Kaloriengehaltes keine Dickmacher. Der Abnehmwillige konsumiert sie jedoch besser in kleineren Mengen.

100 Gramm enthalten:

  • 2,3 g Protein
  • 54,9 g Kohlenhydrate/Zucker
  • 2,4 g Fette
  • 16,9 g Ballaststoffe

Optimal zum Abnehmen geeignet ist auch 100 % reiner Aronia-Saft.

Aronia-Produkte haben zwar keinen direkten Einfluss auf die Gewichtsreduzierung, können sie jedoch wirkungsvoll unterstützen. Man wählt am besten eine gesunde, nicht zu kalorienreiche Diät (Schneller geht es mit Rohkost und einigen eiweißhaltigen Nahrungsmitteln!) und unterstützt diese noch mit ausreichend körperlicher Bewegung. Dann schmelzen die Pfunde noch besser.

Aronia wirkt:

– stoffwechselanregend
Die gesamte Vitamin B-Gruppe, die hohe Eisenkonzentration – sie deckt 93 % des täglichen Eisenbedarfs – und der hohe Ballaststoffgehalt sorgen für einen schnelleren Abbau der Nahrung. Der Körper erhält rasch neue Energie. Man fühlt sich fit und ausgeglichen. Die Gehirnleistung wird gesteigert. Stoffwechselschlacken und überschüssige Fette werden umgehend abtransportiert.

– diuretisch
Die harntreibenden und somit entwässernden Eigenschaften der winzigen heidelbeerähnlichen Aronia sind ebenfalls hinlänglich bekannt. Sie werden noch durch den hohen Kaliumgehalt unterstützt und helfen zusätzlich, wenn man an einer Harnwegsinfektion leidet.

– blutzuckersenkend
Wie eine bulgarische Studie zeigte, hatten die Probanden schon 60 Minuten nach dem Trinken von 200 ml Aronia-Direktsaft Blutzuckerwerte, die noch niedriger waren als die Werte vor der Aufnahme des Getränks. Der reduzierte Blutzuckerspiegel hilft beim Abnehmen. Man hat kaum Hunger und hält seine Diät länger durch. Die Ergebnisse lassen auch Menschen mit Diabetes Typ 1 und 2 hoffen. Der Grund: Der in den Aroniabeeren enthaltene Zucker ähnelt dem Sorbit, einem sogar für Diabetiker geeigneten Zuckeraustauschstoff.

– gewebestraffend
Der hohe Anteil an Vitamin C strafft das Bindegewebe und steigert die Produktion von Kollagen in der Haut.

– sättigend und stuhlgangregulierend
Die vielen Ballaststoffe quellen im Magen auf und bewirken ein starkes Sättigungsgefühl. Man isst automatisch weniger. Im Darm vergrößern sie das Stuhlvolumen und bewirken so eine schnellere Darmpassage. Giftstoffe, Stoffwechselabbauprodukte und überschüssiges Cholesterin werden rasch ausgeleitet und gelangen nicht mehr zurück in den Blutkreislauf. So kann man mit Aroniabeeren der häufig bei Diäten auftretenden Verstopfung entgegenwirken.

Da der Zucker erst nach und nach durch die Darmwand ans Blut abgegeben wird, kommt es auch nicht zu Blutzuckerspitzen. Sie sind bekanntlich der Feind jeder erfolgreichen Gewichtsreduzierung und außerdem von Diabetikern gefürchtet.

Wie Aroniabeeren beim Abnehmen helfen:

Die Reduktionsdiät kann man mit 200 ml reinem Aronia-Saft unterstützen. Seine Inhaltsstoffe werden schnell ans Blut abgegeben. Wem der Saft zu herb schmeckt, der kann ihn mit süßeren Fruchtsäften mischen.

Alternativ dazu eignen sich 15 g getrocknete Aroniabeeren oder 100 g frische Früchte. Menschen mit empfindlichem Magen, für die der hohe Gerbstoffgehalt der frischen Beeren problematisch ist, nehmen dann einfach eine geringere Menge oder süßen ihr Müsli mit einem Teelöffel Honig. Auch Stevia ist für die Gewichtsabnahme optimal geeignet.