Schisandra Beeren

Schisandra ist eine bereits aus der Han Dynastie (207 v. Chr. – 9 n. Chr.) bekannte chinesische Heilpflanze.
Schisandra verspricht ewige Jugend und unbegrenztes Wohlbefinden. Auch wenn das übertrieben erscheint, haben Schisandrabeeren doch eine Unzahl wertvoller Inhaltsstoffe wie Vitamine C und E, Phytosterole, Lignane und in ihren Kernen verschiedene Fettsäuren, die unsere Gesundheit auf vielfältige Weise unterstützen können.

Phytosterole finden sich in geringem Anteil in den Fetten und Ölen, vorwiegend den Kernen von bestimmten Pflanzen. Sie ähneln chemisch unserem Cholesterin. Im Körper dienen sie als Vorstufe von Vitaminen und Steroiden. Die Medizin nutzt Steroide zur Senkung des Cholesterinspiegels und in der Prostatatherapie.

Lignane sind sekundäre Pflanzenstoffe, die zu den inzwischen als krebshemmend geltenden Polyphenolen gehören. Lignane finden wir in verschiedenen Saaten (bekannt für viele Lignane ist Leinsaat), in Früchten, Hülsenfrüchten und in vielen Gemüsearten.

Heute kann man diese bis circa acht Meter hoch wachsende Schisandra als Kletterpflanze auch bei uns kaufen. Schisandra gehört zur Familie der Sternanisgewächse. Neben Wu Wei Zi trägt sich auch die Namen Chinesische Beerentraube, Chinesisches Spaltkörbchen oder Chinesischer Limonenbaum.
Während der Blütezeit schmücken sie rosafarbene Blüten, die einen aromatischen Duft verströmen. Die an Dolden wachsenden Beeren werden im Spätherbst dunkelrot und können dann geerntet warden. Sie ähneln unseren heimischen Johannisbeeren.

Schisandrabeeren gelten als einmaliges Geschmackserlebnis, schmecken sie doch gleichzeitig süß, sauer, salzig, scharf und bitter. Dieser Geschmack gibt ihnen auch ihren chinesischen Namen “Wu wei zi”. Das bedeutet Kraut der fünf Geschmacksrichtungen oder auch Frucht der fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Das Gleichgewicht der fünf Elemente gilt in der chinesischen Medizin (TCM) als Synonym für Gesundheit.

In China, Japan, Korea und auch in der ehemaligen Sowjetunion wird Schisandra als Arznei vorwiegend eingesetzt bei Alterserscheinungen, Schwäche und Leberschwäche, bei Schlaflosigkeit, Gedächtnisschwäche und Energiemangel. Ihr werden darüber hinaus vielfältige Heilwirkungen zugesprochen; sie soll auch die Liebeslust stimulieren. Bei uns sind die Bestandteile dieser Pflanze nicht als Arzneimittel anerkannt. Schisandra hat aber durchaus eine Berechtigung als Hausmittel und unterstützt den Körper bei vielerlei Beschwerden.

Empfohlen wird Schisandra bei allgemeiner Müdigkeit, Ängsten, Erkältungen und Atemnot (Asthma), Blasenschwäche, Blasen- und Nierenbeckenentzündungen. Schisandra soll Symptome lindern bei Burn-out und Depressionen. Schisandra soll das Gedächtnis wieder in Schwung bringen und die Konzentration verbessern. Schisandra kann Allergien und Hauterkrankungen lindern.

Schisandra gegen Stress und Schlaflosigkeit
Schisandra ist reich an Adaptogenen, das sind pflanzliche Substanzen, die ausgleichend wirken und Körperfunktionen verbessern können. Mit ihrer Hilfe lassen sich Stress, Herzklopfen, Angstzustände, Müdigkeit, Schlaflosigkeit und Schlafstörungen leichter überwinden, sie können die Konzentration fördern und die Widerstandskraft des Körpers gegen Infektionen verbessern. Schisandra stimuliert ohne Nebenwirkungen.

Schisandra-Lignane für die Leber und in den Wechseljahren
Schisandra enthält mindestens 30 verschiedene Lignane. Lignane sind sekundäre Pflanzenstoffe, sie gehören zur Gruppe der Phytoöstrogene, die im Körper ähnlich wirken wie die körpereigenen Östrogene. Sie können an die Östrogenrezeptoren der Körperzellen andocken und so verhindern, dass die echten, körpereigenen Östrogene nicht in die Zellen gelangen. Östrogene gelten als krebsfördernd, die Phytoöstrogene hingegen können den Krebs bremsen.
Phytoöstrogene können den Hormonhaushalt ausgleichen und so Wechseljahresbeschwerden abmildern.

Lignane haben insgesamt eine zellschützende Wirkung, da sie als hochwirksames Antioxidans die freien Radikale abfangen, die die Zellen zerstören und das Erbgut schädigen können. So hat eine Studie mit Ratten ergeben, dass Schisandra die Leberfunktion verbessert und dieses wichtige Organ vor chemischen und biologischen Giften schützen kann. Ebenfalls in wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesene, dass es bei Brustkrebs durch die Einnahme von Lignanen zu einem eingeschränkten Zellwachstum kommen kann. Lignane wirken zudem gesundheitsfördernd bei Haarausfall, Herz- Kreislauferkrankungen und Osteoporose.

Schisandra anwenden
Kaufen kannst du Schisandra als getrocknete Beeren oder als Kapseln, gefüllt mit Schisandra-Extrakt.
Die roten getrockneten Schisandrabeeren kannst du kauen, dann hast du eine leckere Nascherei und neben dem gesundheitlichen Aspekt auch noch das der Schisandra eigene Geschmackserlebnis. Beim Zerkauen der kleinen Fruchtkerne kommst du zudem in den Genuss der darin enthaltenen hochwertigen Öle. Die Beeren lassen sich aber auch zu einem Tee zubereiten. Am besten dafür eignen sich fertige Schisandra-Tees oder auch Teemischungen mit anderen Kräutern in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Dabei gibt es Tees mit ganzen und solche mit gemahlenen Schisandrafrüchten.

Es ist ganz einfach, jeden Tag etwas für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden zu tun und es schmeckt auch noch gut.